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Geschichte der Zauberei

Hier finden Sie verschiedene Dokumentationen über Teilgebiete der Zauberei.

Über die Geschichte der Zauberei bekommen Sie weiter unten einen Überblick.


Die Geschichte der Zauberei und vom Zaubern

Die Anfänge der Zauberei und vom Zaubern lassen sich bis zur Steinzeit zurückverfolgen, in der die frühe Menschheit Höhlenmalereien anfertigte, um die Götter der Jagd zu besänftigen.

Die Existenz von Zauberern und dem Zaubern im Allgemeinen ist bereits seit dem Altertum bewiesen. Die damaligen Priestermagier waren jedoch nicht nur Zauberer, sondern überdies auch Philosophen, Naturforscher, Wissenschaftler und Ärzte. Geschickte Täuschungen wurden bereits damals benutzt, um der Menschheit die Existenz von höheren Kräften zu beweisen. Hero von Alexandria beispielsweise verwendete verschiedene mechanische und hydrostatische Gesetze, mit deren Hilfe das Entzünden des Opferfeuers in einem Tempel selbstständig ablaufen konnte.

Bereits in dieser Zeit gab es schon Schausteller, die verschiedene Fingerspielereien zur Unterhaltung und Belustigung der Bevölkerung einsetzten. In einem alten Dokument, das aus dem Jahr 2900 vor Christus datiert ist, wird ein Zauberer erwähnt, der den König Cheops dadurch erheiterte, dass er bei einer Ente, einer Gans und einem Rind den Kopf abtrennte um diesen im Anschluss wieder anzuzaubern.

Hexen und Gaukler im Mittelalter

Die Schausteller und Gaukler des Mittelalters behaupteten nicht mehr von sich, über magische Kräfte zu verfügen. Vielmehr erklärten sie, dass die jeweiligen durch das Zaubern verursachten Wunder auf eine natürliche Art und Weise zu Stande gekommen seien. Diese Auslegung bewahrte viele von ihnen im Rahmen der damals üblichen Hexenverbrennung letztlich vor dem Tod auf dem Scheiterhaufen. In Europa löste das Buch eines Dominikaner-Mönches mit dem Titel "Der Hexenhammer" eine wahre Hexen- und Zaubererphobie aus. Das Erscheinen dieses Buches kann als Geburtsstunde der Hexenverbrennung angesehen werden.

Das Buch "The Discoverie of Witchcraft" kann indes als erstes Zauberbuch im heutigen Sinne angesehen werden, das vom Engländer Reginald Scott im Jahr 1584 veröffentlicht wurde. In diesem wurden die damals üblichen Tricks der Taschenspieler und Gaukler beschrieben und zudem aufgeklärt, dass es sich bei diesen Zaubereien und Zaubern im Allgemeinen alles in allem um natürliche Täuschungen handelte. Zu dieser Zeit waren die Gaukler und Schausteller teilweise auch als Wettermacher, Feuerfresser, Wahrsager oder Seiltänzer tätig und betrieben darüber hinaus einen florierenden Handel mit Schönheits- und Heilmitteln.

Das Zaubern im 18. Jahrhundert

Insbesondere der Adel erfreute sich in der damaligen Zeit an den Tricks und kleinen Zaubereien der Taschenspieler und Gaukler. Ab dem Zeitpunkt des 18. Jahrhunderts wurde die Zauberei und das Zaubern salonfähig. Viele Könige unterhielten sich einen Stab an Hofnarren, die neben der allgemeinen Belustigung des Königs für das Darbieten verschiedener Zaubertricks verantwortlich waren.

Der Italiener Pinetti ist der erste bekannte Zauberer, der zusammen mit seiner Frau ganz Europa bereiste und verschiedene hellseherische Experimente durchführte, in deren Rahmen er sich vom Publikum verschiedene Gegenstände anreichen ließ, welche von seiner Frau mit verbundenen Augen erraten werden konnten.

Die Revolution der Zauberei im 19. Jahrhundert

Generell handelt es sich beim 19. Jahrhundert um eine Zeitspanne grosser Erfindungen und den Beginn des modernen Kapitalismus. Entsprechend bemühten sich die Zauberkünstler der damaligen Zeit darum, die Zauberei und das Zaubern als wirkliche Kunst betreiben zu können. Die Zauberer des damaligen Jahrhunderts kleideten sich mehr und mehr bürgerlich und verzichteten auf allzu imposante Kostüme. Im Mittelpunkt standen somit nicht mehr die prunkvolle Ausstattung des Zauberers, sondern die Zaubertricks an sich. Diese allein konnten bereits damals das Publikum in Staunen versetzen.
Der französische Illusionist Jean Eugen Robert-Houdin beispielsweise trat im einfachen Abendanzug auf und verzichtete auf die bis dahin üblichen tief verhangenen Tische und zahlreichen Vorhänge. In Paris rief er sein eigenes Zaubertheater ins Leben und diente als Vorbild vieler nachfolgender Zauberer.
Eher zufällig wurde entdeckt, dass sich schwarze Gegenstände vor einem schwarzen Hintergrund vom menschlichen Auge nur schwer wahrnehmen lassen. Aus dieser Entdeckung heraus wurde das "Schwarze Kabinett" entwickelt, in dessen Rahmen sich die unmöglichsten Effekte erreichen lassen konnten.

Ein bis heute berühmter Vertreter der Zauberergilde ist sicherlich der Amerikaner Harry Houdini, dem es gelang, sich innerhalb kürzester Zeit aus Zwangsjacken, vernagelten Kisten, Handschellen und Fesseln zu befreien. Durch diese Fähigkeit ging er als bekanntester Entfesselungskünstler in die Geschichte der Zauberkunst ein.

Entwicklungen des 20. Jahrhunderts und der Neuzeit

Das 20. Jahrhundert war im Bereich der Zauberei geprägt durch innovative Ideen und Weiterentwicklungen. Generell konnte in diesem Zeitraum beobachtet werden, dass sich viele Zauberer auf eine bestimmte Sparte spezialisierten. Manche Zauberer befassten sich beispielsweise ausschließlich mit der Zauberei mit Münzen und wurden somit als "Münzenkönige" bekannt. Wieder andere Zauberkünstler entwickelten verschiedene neue Tricks und optische Täuschungen und gaben diese Innovationen in Büchern wieder. Das 20. Jahrhundert war auch die Zeit der Geburtsstunde der Bühnenrevuen im Bereich der Zauberei. Bei einigen groß angelegten Zaubervorstellungen arbeiteten bis zu 80 Personen mit.

Weltweit und auch in Europa wurden Zaubervereine gegründet, deren Mitglieder eine Aufnahmeprüfung absolvieren und einen Eid zur Verschwiegenheit ablegen mussten. Die Zauberer einer solchen Gilde bildeten sich auf speziellen Zaubereiseminaren und im Austausch mit anderen Zauberern weiter oder maßen sich im Duell mit Zaubererkollegen.

Zum Ende des 20. Jahrhunderts hin wurden die Zaubershows und das Zaubern stets opulenter und spektakulärer. Die zahlreichen modernen Medien wurden in die verschiedenen Kunststücke integriert und neue Techniken wie der Computer, Video und Fernsehen waren aus zahlreichen Zaubertricks nicht mehr wegzudenken.

Auch wenn die Technisierung der heutigen modernen Zeit auch an der Zauberei nicht vorbeigegangen ist, wurden die Wurzeln der Zauberkunst bis heute nicht vergessen. Aus diesem Grund lassen sich viele Illusionisten und Zauberer von den bekannten alten Grundprinzipien der Zauberei inspirieren, um hieraus ansprechende und zeitgemäße kleine Wunder zu erschaffen.



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